Ein kleines Gedankenspiel…

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(pixabay)

Du findest auf der Straße eine Tasche mit 1 Million Euro. Um es dir etwas einfacher zu machen, sagen wir mit 10 000 Euro. Wir halten die Hemmschwelle etwas niedriger.

Was machst du damit?

Bringst du die Tasche ins Fundbüro, alarmierst du die Polizei?

Es ist nicht dein Geld aber du hast es gefunden. Ein „Liebeszeichen“ des Universums oder stellt dich das Universum auf die Probe? Was würdest Du tun?

Ich habe mir ganz viele Überlegungen dazu gemacht und ich kann mich nicht eindeutig entscheiden. So eine Tasche voller Geld würde bei mir nur etliche Fragen aufwerfen.

Ist es verwerflich das Geld zu behalten? Bin ich dadurch ein gewissenloser Mensch? Soll ich ein bisschen behalten und den Rest melden? Kann ich dieser Versuchung widerstehen?

Ich bin gespannt darauf, ob du darauf eine eindeutige Haltung hast.

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24 Gedanken zu “Ein kleines Gedankenspiel…

  1. Ich würde die Tasche zurückgeben. Ich hätte zu sehr ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie behalten würde. Ich hätte das Geld widerrechtlich bekommen und das würde ich nicht aushalten.

    Es gibt übrigens eine Studie zu dem Thema, die untersucht hat, ob Menschen eher dazu neigen eine Geldbörse zurück zu geben wenn viel Geld oder wenig Geld drin ist. Das Verrückte: Um so mehr Geld drin ist, um so eher gibt der Durchschnitt sie zurück.

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    • Je mehr Geld desto mehr plagt das Gewissen, ich glaube das ist der Grund. Ich würde es wahrscheinlich auch zurückbringen aber so 100prozentig wüsste ich das nicht. Wenn ich eine Muschel finde behalte ich sie doch auch oder? Vielleciht hat ein „Gönner“ diese Tasche einfach da stehen lassen, damit er irgendjemand eine Freude macht. Das Geld muss ja nicht zwangsläufig „schmutzig“ sein. Ich glaube ein armer Mensch würde das Geld behalten und ich könnte das gut verstehen. Wir behalten es nur nicht, weil wir die Quelle des Geldes nicht kennen. Ein Geldgeschenk behalten wir doch auch.

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      • Genau, das Gewissen spielt da eine große Rolle. Je größer die Summe, desto größer auch der mögliche moralische Schaden.

        Eine Muschel mitzunehmen, tut ja normalerweise niemandem weh. Selbst wenn sie ein Kind verloren hätte, das einen großen ideellen Wert darin sieht. Es wird den Schmerz überwinden und neue Wunder entdecken.
        Eine Muschel steht in unserer Gesellschaft nicht in Verbindung mit Diebstahl und Besitz. Wir sehen den Fund als ein Geschenk der Natur. Wir nehmen die Muschel mit weil sie ins gefällt und uns erinnert.
        Aber beim Geld hört ja bekanntlich der Spaß auf.
        Wir wissen, dass hinter Geld immer eine andere Person steht. Entweder ein Gönner, doch das wissen wir ja nicht mit Sicherheit, oder jemand der das Geld verloren hatte oder gar ein Verbrechen. Wir sind soziale Wesrn und können diesen Hintergrund (meist) nicht komplett ausblenden. Deswegen geben wir es entweder zur Polizei oder werden vom Gewissen geplagt.

        Ja, bei einem Geschenk wissen wir den Hintergrund. Wir wissen, dass die Tat freiwillig und willentlich ist und können es daher annehmen. Dennoch ist selbst das Geldgeschenk nicht unproblematisch. Wir werden es hinterfragen. Zumindest bei großen Summen. Welche Absicht steckt dahinter? Will uns der Schenkende wirklich nur unterstützen oder erwartet er eine Gegenleistung? Vielleicht auch nur in Form von Bindung?

        Ich denke, weil Geld in unserer Gesellschaft so wichtig ist, funktioniert hier einiges anders. Es ist mit so vielen Konventionen und Tabus verknüpft, dass wir es nicht wie eine Muschel behandeln können.

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      • DAnke Hannes für deine Erklärungen, die ich auch mit dir teile. Ich glaube der Mensch kann damit nicht leben, weil er nicht definitiv weiß woher das Geld kommt. Selbst wenn uns jemand 500 Euro einfach so überreicht, hätten wir Probleme. Alles was von außen kommt obliegt nicht unserer Kontrolle. Wir kennen nicht den wahren Grund. Wir sind skeptisch. Geld spielt eine große Rolle in unserem Leben und unser Verhalten und unsere Beziehung zu Geld macht das Geld noch stärker. Für jede Entscheidung tragen wir die Verantwortung.

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    • Aber es könnte auch ein Geschenk des Himmels sein oder? Das Geld muss ja nicht zwangsläufig aus „schlechten“, zwielichtigen Quellen sein. Vielleicht möchte ein guter Mensch einem anderen Menschen eine Freude machen. All das wissen wir ja nicht…LG Tete

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      • Interessanter Einwand ;)
        Natürlich muss es nicht aus schlechten oder zwielichtigen Quellen sein, darum geht es mir gar nicht. Eher darum, dass es eben nicht meins ist und es dort, wo es herkommt, fehlen könnte. Jemand könnte vorhaben gerade die Anzahlung für sein neues Haus zu leisten oder whatever. Es wird fehlen und gehört dort hin.
        Als Geschenk des Himmels würde ich kleinere Beträge akzeptieren können, wenn ich wirklich in Not bin und durch die Umstände tatsächlich der Eindruck entsteht, dass das nun für mich gedacht ist. Glaube ich zumindest.
        Denn ich bin nicht sicher, ob wir wirklich alle genau so reagieren würden, wie wir das hier so wohlüberlegt sagen. Vielleicht würden wir spontan anders reagieren.

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      • Ich teile deinen Gedanken Marion, wer weiß, wie wir impulsiv reagieren? Die Vernunft sagt dies und wenn wir in so einer Situation sind, könnte uns das Gefühl oder unsere Lebenssituation, ganz anders entscheiden lassen. LG Tete

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  2. Richtig wäre das Geld abzugeben. Jedoch was macht jemand der gerade in einer Notlage ist , kann man ihm verdenken , dieses Geld zu nehmen ?
    Der zweite Gedanke ist , wieso geht jemand so sorglos mit soviel Geld um und lässt es liegen ? 😉
    Liebe Grüße Mona

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    • Buon Giorno Mona, ich teile deine Gedanken und ich habe noch ein Gedankenspiel, was ist wenn ein guter Mensch das extra stehen lässt, um einer anderen Person eine große Freude zu machen. Wir denken sofort zu sehr ins negative, Das Geld kommt von schmutzigen Geschäften oder es fühlt sich an wie DIebstahl…ist es aber nicht. Eine Muschel nehme ich doch auch mit….ist das dann auch Diebstahl? Einem armen Menschen würde ich das Geld sogar total gönnen. Also von daher wie bei allem im Leben alles hat zwei Seiten, nur dein Gewissen muss damit klar kommen, sonst nichts :-)…LG Tete

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      • Liebe Tete das ist ein genialer Gedanke . Und ja ich geb dir völlig recht , es geht nur darum , wie man es betrachtet …. ein sehr inspirierender Beitrag …. Grazie 😊❤️
        Liebe Grüße Mona

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      • Grazie Mona. So sehe ich das auch, welche Gedanken und Gefühle verbinde ich damit und genau so werde ich mich letztendlich entscheiden :-) ….ich bin nicht so sehr der „Vernunftmensch“ ;-) ich handele meistens sehr impulsiv…

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  3. Also das universum hat ja schon mal kein Geld. Wenn uns das universum etwas gibt, dann ist es Leben. 1 Mio € ist so eine Menge Geld, dass ich es auf keinen Fall behalten wollte. Wäre ich in finanzieller Not, was ich nicht bin, würde ich vielleicht eine Sekunde in Versuchung kommen, aber nicht länger. Geld macht nie, wirklich nie glücklich, selbst nicht den Lottogewinner. Ich würde es stehen lassen und weitergehen. LG

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    • Ich meinte damit ein Geschenk des Universums, ein guter Zufall :-)…Geld macht nicht glücklich, es beruhigt aber es macht nicht glücklich. Wie ich schon in einigen Kommentare geschrieben habe, es kommt auf die jeweilige Lebenssitaution an und die Gedanken, die man sich dazu kreiert. Wer „schlechtes“über dieses Geld denkt, wird es stehen lassen. Wer es als Geschenk sehen kann, wird es mitnehmen. Vielleicht weiter verschenken, einen Teil behalten, was auch immer…jeder muss mit seiner Entscheidung klar kommen. Es nutzt nichts es mitzunehmen und sich damit zu plagen. Wir müssen auch mit der Konsquenz leben, dass wir eben nicht wissen, woher das Geld kam. Nur ein Gedankenspiel….LG Tete

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