Mondo: So stelle ich mir das vor…

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(pixabay)
Wo fange ich an? Wenn ich mir eine Fantasiewelt ausmalen könnte, dann wäre das Pandora.
Jeder der den Film „Avatar“ kennt, weiß was ich damit meine. Abgesehen davon, wollte ich schon immer mal auf einem Drachen fliegen .

Auf diesem Planeten leben die Na’vi. Wunderschöne Lebewesen, die in völliger Harmonie mit  der Natur leben. Der Planet Pandora ist von einer atemberaubenden Artenvielfalt bewohnt. Die Na’vis möchten ihren Lebensraum verteidigen und die Eindringlinge (die Menschen) haben es mal wieder nur auf die Rohstoffe abgesehen. Dieser visionäre Film zeigt uns, was aus uns Menschen geworden ist. Gier, Macht und immer „mehr“ haben wollen, ist der bestimmende Leitfaden unserer jetzigen Gesellschaftsform.

Wichtig ist, dass den Kindern schon sehr früh „Gemeinschaft“ vorgelebt wird. Eltern sollen selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder mit zwei oder erst mit vier Jahren, in den Kindergarten bringen. Die Elternzeit wird auf vier Jahre verlängert, mit den gleichen finanziellen Bedingungen. Im Kindergarten sollen die Kinder sich frei entfalten können und die Erzieherinnen sollten sowohl im sozialen Bereich (sozialer Umgang miteinander), wie auch in „Naturwissenschaften“ gut geschult sein, damit die Kinder schon sehr früh lernen können, wie wichtig Muttererde für uns ist. Eltern sollten einmal in der Woche (im Wechsel) aktiv im Kindergartenalltag involviert werden. D.h. jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, einen Vater oder eine Mutter einen Tag dafür in der Woche frei zu geben.

Das Schulsystem müsste komplett reformiert werden. Was ich mir vorstellen könnte wäre eine Art Montessori-Pädagogik. Nach dieser Zeit sollten Lehrer gemeinsam mit den Eltern, den Kindern Empfehlungen aussprechen können, welche weitere Ausbildung am besten zu ihren Interessen und Fähigkeiten passen könnte. Bevor ich es vergessen: auch in der Schule bleibt das Fach, Natur/Umwelt und Gemeinwesen,  oberste Priorität. Auch hier könnte ich mir gut vorstellen, dass Eltern am Schulalltag teilnehmen (das gleiche wie im Kindergarten).

„Gemeinschaftsgefühl ist, mit den Augen eines anderen zu sehen, mit den Ohren eines anderen zu hören, mit dem Herzen eines anderen zu fühlen.“ (Alfred Adler)

Arbeit: Was wäre, wenn wir unsere Arbeit frei gestalten können, wirklich frei gestalten können, ganz ohne feste Rahmenbedingungen und uns dementsprechend auch selbst vergüten. Sozusagen die eigene Arbeit bewerten und entlohnen. Vorstellbar? Für mich schon…vielleicht wäre hierfür eine ungefähre Verdienstangabe hilfreich. Verdienst von 1000 bis 3000 Euro…

Es gibt Tage, da bin ich sehr produktiv und arbeite wie ein Hamsterchen. Dann es gibt Tage, da verbringe ich mehr Zeit mit Kaffee trinken und mit Kollegen zu plaudern, als mit sinnvoller Arbeit. Mir geht es hierbei um flexible Arbeitszeit. Wenn ich Lust habe zu arbeiten, dann gehe ich ins Büro und wenn ich keine Lust habe, dann füttere ich lieber die Tauben am Ufer. Es macht für mich nämlich keinen Sinn im Büro anwesend zu sein, wenn ich geistig in einer Hängematte liege. Kreative, gute und erfolgreiche Arbeit kann nur dann stattfinden, wenn wir „Bock“ haben. So ist es nun mal. Alles andere ist leidenschaftslos. Ich weiß, ich weiß – es gibt nun mal auch die Art von Arbeit, die mit Leidenschaft überhaupt nichts gemein hat. Dabei denke ich nur an das Pflege – und Krankensystem. Vielleicht sollten wir auch hier mehr auf die Familie zurückgreifen können.

„Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.“
(Khalil Gibran)

Menschen die überhaupt gar keine Lust haben einer Arbeit nachzugehen, sollten sich mehr für das Gemeinwohl engagieren. Einkaufen für ältere Menschen, kleine Hausarbeiten erledigen oder oder. Dafür bekommen sie Essen und Trinken.

Bezahlbarer Wohnraum für Alle. Vielleicht eine Art Mehrgenerationenhaus. Menschen die keine Bleibe haben, sollten in diesen Häusern auch Wohnraum bekommen. Niemand muss obdachlos sein.

Es gibt doch diese Schrebergärten. Ich stelle mir für jede Stadt einen sehr großen und bunten Schrebergarten vor. Jeder kann hier etwas einpflanzen und jeder darf sich bedienen. Wie in jedem guten Schrebergarten soll auch hier gemeinsam gespielt, gegessen, gelacht und getanzt werden. Ein gemeinsamer Ort, niemand braucht sich alleine zu fühlen.
Alle öffentlichen Verkehrsmittel sollten umsonst genutzt werden können. So könnten wir dem Autoverkehr entgegenwirken und vorallem auch der Umwelt. Dieser Gedanke ist von meinem Freund. Er ist sowieso der Meinung, dass dieses Vorhaben alleine schon von unseren Steuern schon längst umgesetzt werden könnte.
Politik: Ich fühle mich als Weltbürgerin. Warum also nicht eine Weltorganisation mit gewählten Vertretern der einzelnen Länder. Vereinigt in einer Welt, eine Weltsprache. Humanismus und Gleichberechtigung soll auf jedem Fleckchen dieser Kugel gelebt werden können!
Religionen: Es gibt nur einen Schöpfer…jeder sollte aber an das glauben können, was er für richtig hält. Religionen sollten aber nicht für eigene Interessen instrumentalisiert werden.
Was WIR nicht vergessen sollten, wir sind hier nur auf Besuch. Als Besucher sollten wir auch diese Erde verlassen können. Wir besitzen NICHTS. All das ist uns geschenkt worden. Mit einem Geschenk gehe ich liebevoll und respektvoll um.
Das Wort RESPEKT steht als Leuchtschrift in unserem Firmament. Sichtbar für jedes weitere Leben in unserem Universum.
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(pixabay)

33 Gedanken zu “Mondo: So stelle ich mir das vor…

  1. Cool! Nach Pandora würde ich auch gerne mitkommen.
    Danke für deinen vor Energie sprühenden Entwurf für eine Neue Welt!

    In den letzten Tagen habe ich mich zunächst gewundert wie unterschiedlich die Ideen für eine Neue Welt sind.
    Nach dem Lesen deines Beitrags denke ich: Im Grunde wollen wir doch alle etwas sehr ähnliches und wenn wir uns zusammen setzen würden und darüber beraten was wir als erstes anpacken und wie, könnte ich mir vorstellen, dass ganz schnell eine gemeinsame Linie entstehen würde.

    Liebe Grüße 💞

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    • Danke Marion für deine positiven Worte😊 vielleicht ist die Umsetzung unserer Ideen in der Tat nicht so schwer. Bin gespannt, was Robert mit allen Einsendungen macht… Dir noch einen schönen Abend Tete🌌🌜

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      • Es beginnt schon damit, dass die Einschulung erfolgt, wenn das Kind reif dafür ist, ohne einen festgesetzten ersten Schultag. Die Kinder suchen sich in der primary school aus den Angeboten das heraus, was sie lernen möchten. Und sie lernen viel und schnell dabei. Meine Enkelin Emma z. B. konnte nach fünf Monaten lesen. Es ist auch kein Problem, mal eine Woche zu fehlen, wenn die Großeltern aus dem Ausland zu Besuch kommen, nichts muss nachgeholt werden. Schon in der Kita wurde unheimlich viel Wert auf Naturerlebnisse und Naturverständnis gelegt. Gesprochen wird Englisch und Maori. Unsere 18jährige Enkelin ist nach einem Aufenthalt von 6 Monaten ganz dorthin gezogen, um Abitur zu machen, so begeistert war sie von dem Schulsystem dort. Allgemein lebt es sich dort trotz hoher Leistung frei und in Gemeinschaft. Niemanden interessiert, was du anhast, wie du wohnst, nur was du kannst und bereit bist zu geben. Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob du selbst Anforderungen an dich stellst oder ob die Anforderungen von außen kommen. Bei mir läuft gar nichts, wenn man mir was aufzwingen will, deshalb hab ich das auch nie bei meinen Schülern getan. Hab sie mit meiner Begeisterung motiviert, sie in Gesprächen überzeugt, was hier in D. als Lehrerin oft schwierig ist und zu Diskussionen führt.

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      • Das hört sich alles sehr gut an, passt zu meinen Vorstellungen eines Bildungssystem, mir ist noch wichtig die Eltern aktiv mit einzubeziehen. Druck von außen bringt ueberhaupt gar nichts. Da meine Eltern anfangs nicht gut deutsch sprechen konnten, musste ich mich um alles selber kümmern.Mein Fazit: Je mehr wir Eigenverantwortung übernehmen , um so kreativer u. eigenständiger gestalten wir unser Leben. Du bist bestimmt eine sehr gute Lehrerin. Auch ohne Ausbildung würde ich gerne das Fach „Miteinander“ unterrichten. LG Tete

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      • Da dort sehr viele Nationalitäten arbeitstechnisch zusammenkommen, engagieren Eltern sich automatisch. Allerdings wird das nicht vom Arbeitgeber bezahlt. In den meisten Bereichen wird sozusagen freiberuflich gearbeitet. Ist aber egal. Was mich beeindruckt hat ist, dass Arbeitgeber und Kollegen automatisch zusammenlegen, wenn zum Beispiel durch Krankheit Engpässe entstehen, völlig selbstverständlich. Z. B. wurde eine junge Mutter krank und man hat die Großeltern einfliegen lassen für die Kinder. Teilweise wird bis zu 60 Stunden pro Woche gearbeitet. Aber einige Firmen haben eine riesige Gemeinschaftsküche und die Familien können sich zum essen treffen, damit Kinder Zeit mit beiden Eltern verbringen können. Was staatlich nicht geregelt ist, regelt die Gemeinschaft. Und ich habe niemanden jammern hören.
        In Johannas Gymnasium gibt es auch Bereiche wie ein echtes Mode-Atelier, Werkstätten, Unterricht mit Projekten in Foto, Film, Drehbuchschreiben z. B. Dazu jede Menge Sportarten, bei denen es völlig egal ist, was du anhast.
        Ich bin auch für Eigenverantwortung.

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      • Ich überlege noch. Deine Vorstellungen decken sich ziemlich mit meinen.
        Außerdem habe ich ja ein sehr kritisches Buch geschrieben aus der Sicht einer Jugendlichen, wie sie sich die Zukunft vorstellt. Das habe ich auf meinem Blog in Abschnitten schon vollständig veröffentlicht und es stecken alle meine Gedanken darin.
        Habe darüber nachgedacht, den Teil zu kopieren, in welchem Sophie notwendige und verzichtbare Berufe benennt und begründet. Wäre was zum Nachdenken, denn wenn man all jene eliminiert, die niemand braucht, veränderte sich auch schon sehr viel.
        Mal sehen. Irgendwie finde ich Wiederholungen peinlich.

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  2. Eine wirklich schöne Vorstellung einer Fantasiewelt. Wenn alle so eine Vorstellung hätten, vor allem auch die Oberhäupter der Länder und Staaten, wäre die Welt so viel besser und vor allem hätten wir sie auch noch lange in dieser Pracht, wie wir sie haben.
    Wenn diese Vorstellung und dieser Wunsch zu so einer Welt, jeder Mensch hätte, vielleicht würde sie dann auch so werden, oder sie sogar schon so :-)
    Wirkliche eine schöne Vorstellung! 😊

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  3. Liebe Tete auch wenn etwas verspätet 😉( auch mir geht es manchmal mit Haus ,hof ,Hund ,Job und Love so 🤣🤣🤣) ein wunderbarer Beitrag dem ich in allen voll zustimmen kann 👌am besten gefällt mir natürlich auf einem Drachen zu reiten und ja wir glauben an Wunder 👍😊
    Liebe Grüße Mona

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