Fragen

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(pixabay)

Wir kriegen ja immer wieder zu hören, es geht nicht um Antworten – es geht darum die richtigen Fragen zu stellen. Hm…aber was passiert, wenn ich mir nicht die „richtigen“ Fragen stelle?

Und was sind schon richtige Antworten? Richtige Antworten sind subjektiv, sie haben keine allgemeingültige Aussagekraft. Was für mich richtig ist, kann für dich falsch sein.

Lassen wir das jetzt mal mit den Antworten – widmen wir uns den Fragen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mir jemals die „richtigen“ Fragen gestellt habe. Wenn ich in einer miserablen Situation war, dann ist mir alles mögliche durch den Kopf geschossen. Bisher konnte ich meine Lebenssituationen mit so einem Gehirnjogging nicht meistern. Was mir immer geholfen hat war die Annahme meiner Gefühle und meiner Situation. Meine Gedanken sind für mich kein Maßstab. Sie führen mich oft in die „falsche“ Richtung. Sie sind oft das Resultat von Konditionierung – aus der Vergangenheit erlerntes Verhaltensmuster, das tief in uns abgespeichert ist. Meine Festplatte ist sehr sehr schwer zu aktualisieren, es bedarf besonderer IT-Erfahrungen.

Am Wochenende habe ich mich mit einem sehr lieben und langen Freund unterhalten. Wir können uns über alles austauschen. Er bewundere mein Bauchgefühl, meine Intuition (wahrscheinlich wäre das am PC das Erkennen der installierten Programme). Er ist ein Kopfmensch. Wir hatten schon oft Meinungsverschiedenheiten und am Ende lag mein Bauchgefühl vorne.

In Kontakt und in der Unterhaltung mit anderen Menschen, habe ich schon sehr oft Antworten gefunden. Nicht weil ich die „richtigen“ Fragen gestellt habe – sondern weil mir andere die Fragen gestellt haben.

Für meine liebsten Freunde…

 

„Bei den falschen Menschen kannst du nichts richtig machen und bei den richtigen Menschen kannst du nichts falsch machen.“ (Unbekannt)

 

Menschen, die dich aufrichtig mögen hinterfragen vielleicht deine Entscheidungen – aber sie werden trotzallem respektiert.

 

 

20 Gedanken zu “Fragen

  1. Das regt zum Nachdenken an. Und natürlich zum Nachfühlen ;)

    Mir stellt sich auch bei den Fragen die Frage: Was sind denn die richtigen?

    Ich sehe es so: Jeder steckt in seiner Situation mit all seinen Erfahrungen und Erinnerungen – mit dem ganz persönlichen Blickwinkel. Von da aus stellt jeder seine eigenen Fragen und das Leben wird darauf antworten.

    Naturlich unterscheiden sich die Fragen, je nachdem, ob wir mehr auf die Intuition oder mehr auf den Geist hören.
    Aber da ist bei jedem der Weg ein anderer. Und im Endeffekt ist es dann jeweils der richtige Weg für den Einzelnen.

    Zu den Antworten fällt mir noch ein:
    Ich glaube, manchmal bietet das Leben ein Übermaß an Antworten und wir können daraus wählen. Manchmal verengt sich unser Blick auf wenige Antworten oder wir können einfach keine finden.
    Ist es nicht auch manchmal so, dass das Leben uns die Fragen stellt?

    Du siehst, da kommt einiges in Gang bei mir ;)

    Liebe Grüße

    Hannes

    Gefällt 3 Personen

  2. Das Leben stellt Aufgaben und keine Fragen. Fragen stellen nur Menschen. Sie denken das man dadurch alles irgendwann beantworten kann. Aber auf jede Antwort folgt eine neue Frage. Daher muss man das Leben, leben wenn man es verstehen will. Fragen und Antworten sind dazu da die von Menschen geschaffene Welt zu verstehen. Das Leben selbst kann man aber damit nicht verstehen. Denn es stellt weder Fragen noch gibt es Antworten. Aber du kannst es fühlen. Mit jeder Faser deines Körpers. An jedem Platz auf dieser Erde. Und wenn du es fühlst, dann hast du keine Fragen, weil du es verstehst. Nicht in deinem Kopf, in deinem Herzen. Da wir es aber gewohnt sind alles mit dem Verstand begreifen zu wollen, werden wir immer weiter Fragen. Leben ist zum leben. Daher die preisgekrönte Frage, was brauchen wir um zu leben?

    Gefällt 2 Personen

  3. Ja, liebe Tete, Bauchgefühl (Intuition) ist wichtig! Der Verstand plappert uns so oft unnötig dazwischen und er will immer recht haben!

    „Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.“
    (Khalil Gibran)

    Der Verstand ist zwar auch wichtig, denn er speichert alle unsere Erfahrungen und greift immer wieder auf sie zurück, um uns vor eventuellen, neuen Fehltritten zu bewahren. Er strebt nach Sicherheit, will immer auf Nummer Sicher gehen. Aber wenn wir nie etwas trotzdem probieren würden, wären wir immer im Stillstand und würden uns nicht weiterentwickeln. Der Verstand argumentiert meist zu viel und aus den Worten, die er uns einflüstert, ist oft die Angst zu spüren. Aber das macht uns nur noch unentschlossener und mutloser, sodass wir in einer Situation verharren.

    Sicher, man sollte nichts überstürzen, insbesondere wichtige lebensverändernde Entscheidungen nicht, und manchmal ist es vielleicht besser, eine bestimmte Situation anzunehmen und zu akzeptieren, als mit aller Kraft dagegen anzukämpfen und so eine Veränderung zu erzwingen. Da kann es nämlich leicht passieren, dass man vom Regen in die Traufe kommt und das Wesentliche, was man unbedingt ändern wollte, im Grunde doch beim Alten bleibt – nur eben unter anderen Umständen. Akzeptanz, als erster Schritt zur Veränderung ist auch für mich ein guter Ansatz, denn damit gibt man seinem Leben die Chance, sich zu entfalten und neue Möglichkeiten zu präsentieren. Und dann kann man immer noch eine Entscheidung treffen, welche Richtung man einschlagen möchte.

    Liebe Grüße
    Sella

    Gefällt 1 Person

    • Ja liebe Sella, Annahme der Istsituation ist das wichtigste meiner Meinung nach. Aus ihr heraus kann dann die Veränderung entstehen… nicht mit dem Kopf durch die Wand. Die Intuition ist nicht bei jedem Menschen gut ausgeprägt. Bei mir ist das Bauchgefühl sehr stark und meistens macht sie das Rennen 😉…. auch hier Danke für deine klugen Worte. LG Tete

      Gefällt 1 Person

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