Bin zu keiner anderen Meinung bereit

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Kennst du auch Menschen, die völlig beratungsresistent sind!? Ich schliesse mich da nicht völlig aus. Es gibt Themenfelder, da lasse ich mir kaum etwas sagen.

Aber es gibt diese „Energiefresserchen“.  Ein Gespräch wird im Prinzip im Kreise behandelt. Boah, ich finde das so nervenzerreibend. Ich werde doch um einen Rat gefragt – oder!?

Statt auf eine Aussage einzugehen, wird die gleiche Frage, nur mit anderen Worten verpackt, mindestens noch 5 Mal innerhalb eines Gespächsverlaufs gestellt. Hast du auch solche Bekannte oder Freunde in deinem Umfeld?

Wenn ich merke, dass mein Gegenüber völlig beratungsresistent bleibt, dann bin auch ich nicht mehr bereit, seine Probleme zu analysieren. Ich habe für mich den Entschluß gewählt, dann einfach nur noch zuzuhören und nichts mehr zu sagen. Das Zuhören beschränkt sich dann aber auch nur auf eine gewisses Zeitkontingent.
Ganz ehrlich – solche Gespräche gehen mir mittlerweile so auf die Nerven, dass ich mir meine Energie für etwas sinnvolleres aufspare.

 

„Die Menschen, wenn sie dich um Rat fragen, sind gewöhnlich schon entschlossen zu tun, was ihnen gefällt.“ (Adolf Friedrich Ludwig Freiherr von Knigge)

 

Ich kann nur denjenigen helfen, die wirklich an meiner Hilfe interessiert sind.

Es gibt einen wunderschönen Spruch aus meiner Heimat:

„Wer dem Esel den Kopf waschen will, verliert Wasser und Seife.“

Und genau so sehe ich das. Ich bin gerne bereit jemanden zur Seite zu stehen, ihm zuzuhören. Aber wenn ich merke, dass das gesagte verpufft dann hört’s bei mir
auf mit der Empathie.

Ich kann euch zu dieser Thematik eine sehr lesenswertes Buch empfehlen:
„Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“.

Es geht mir nicht darum, dass wir zu egoistischen Zombies mutieren sollen – aber es geht mir um Selbstschutz. Ich kann nicht nach einem Gespräch wie ne ausgepresste Orange Nachhhause gehen. Ich mache mittlerweile auch einen großen Bogen um die „Lebensenergiesauger“. Vampire der Neuzeit. Ich habe  im Laufe der Jahre eine Immunität entwickelt.

Irgendwann ist es eben auch mit den „gutgemeinten“ Hilfstellungen genug. Sobald ich das Gefühl bekomme, dass Gespräche einseitig geführt werden, schiebe ich schon imaginär ein Stoppschild davor.

 

„Wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen“. (Sprichwort).

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34 Gedanken zu “Bin zu keiner anderen Meinung bereit

  1. Oh ja , das kenne ich zu gut . Die „am arsch vorbei „ Methode ist die beste 😄weil wir wichtig sind und nicht der Rest . Am besten Lächeln , zuhören und danach abhaken . Geht nicht immer , jedoch spürt man selbst , wenn ich mich zu sehr mit diesen Problem beschäftige , nervt es mich immer mehr 😄 liebe Tete es ist ein passendes Thema für den heutigen Neumond . Dieser kann uns ganz viel Neues schenken , gibt Kraft altes loszulassen und neue Wege zu gehen .
    Liebe Grüße Mona 😊

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  2. Menschen Ratschläge geben zu wollen, ist völlig sinnlos. Selbst wenn sie dich fragen und dir auch noch zuhören, wirst du nie das sagen was sie hören wollen. Dazu müsstest du ihre eigenen Worte wiederholen. Also sie bestärken in dem was sie eh machen werden. Das ist natürlich nur möglich wenn du ihrer Meinung bist. Bist du das nicht dann geh. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen (insofern man ihm das wirklich bieten kann) und auch nicht davon abhalten, in sein Unglück zu rennen (insofern man das kann). Man kann sich bereit halten zum trösten oder zum, ich habe es ja….. sagen. Wir alle sollten nicht vergessen, das wir alle nur in unserem eigenen Leben leben und daraus Ratschläge geben oder erhalten. Gerade als Ratgeber sollten wir uns bewusst sein, daß wir keine Ahnung haben, wie die Welt des Rat suchenden wirklich aussieht. Deshalb wäre es manchmal angebracht einfach zu sagen, ich kann dir nicht helfen aber zuhören.

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    • Schön beschrieben, sehe ich ähnlich. Wenn mich jemand was fragt, gebe ich meine Antwort. Aus meiner Welt. Und käme nicht darauf, wütend oder entnervt zu sein, weil jemand das nicht übernimmt. Warum sollte ich. Jeder lebt in seinem kleinen Unsiversum. Und mein Gegenüber das für hilfreich befunden hätte,w as ich da sage, hätte er es wohl schon umgesetzt. Man sieht nicht wirklich in die Welt des anderen, genau wie umgekehrt. Ich kann (wenn ich gefragt werde), einen Impuls setzen. Was der Andere damit macht, ist sein.

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      • Mir geht es um ehrlich suchende Menschen, die nach Rat fragen (was auch immer sie dann damit machen) ..ich reagiere allergisch nur bei denen, die nur nach Bestätigung suchen. Die brauchen keinen Rat – sondern nur jemand, der ihnen zuhört….

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      • Jeder wird immer aus seiner Welt agieren, da er keine andere besitzt. Ich kann mich in andere hinein denken versuchen aber ich werde doch aus meiner Welt Ratschläge geben. Daran kann man nichts verändern. Und da fängst das Problem des Ratsuchenden an. Er sucht in seiner Welt und erhält Rat aus einer Welt zu der er keinen Zugang hat. Er kann sich mit seinem Problem im Kopf aber nicht die Gedankenwelt des anderen versetzen, wenn da eine andere Sicht herrscht, wie seine eigene. Bekommt er Bestätigung für seine eigene Welt, dann hat er weiter ein Problem, da seine eigene Sicht seine eigenen Probleme verursacht. So wirst du immer in endlose Diskussionen verstrickt. Bis der Mensch seine Entscheidung getroffen hat oder sein Zögern die Entscheidung auf zwingt.

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      • Ich kann das von die Beschriebene verstehen. Ich möchte die Sicht einer anderen Welt aber hören (kommt auch auf die Thematik an) , wenn ich für mich einen Rat suche … auch wenn ich aus meiner Welt letztendlich entscheide. Manchmal übersehe ich in meuner Welt wesentlich Aspekte. Deshalb ist mir Rat von einem vertrauen Menschen wichtig. Ich sehe das einfach etwas differenzierter als du. Auch der Zugang zu einem anderen Menschen bleibt nicht immer versperrt, es kommt auf das Verhältnis an, die Intensität der Beziehung. Das was du im Kommentar beschreibst betrifft doch die Menschen, die ihre Entscheidung im Prinzip schon getroffen haben u. nur noch nach Bestätigung suchen. Ob es sich als Problem darstellt zeigt sich im Resultat.

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      • Du kannst nur aus deiner Welt heraus entscheiden. Auch wenn du anderen zuhörst und ihre Ansicht verstehst wirst du sie durch deine Filter betrachten und bewerten. Was dir ein anderer erzählen wird, wirst du irgendwann schon selbst erlebt oder gehört haben. Also selbst schon bewertet. Siehst du es ähnlich oder gleich dann wirst du dich mit dem Rat beschäftigen Ist dem nicht so wirst du es ablehnen, da du es selbst schon in dir als Möglichkeit abgelehnt hast. Nur Dinge die du zum erstenmal hörst werden Zugang in dich finden, da du sie bewerten musst um sie zu nutzen oder nicht. Aber erzähle einem Menschen ab einem gewissen Alter etwas das er noch nicht gehört hat, im Bezug auf sein Problem. Zudem kommt es ja noch auf die Sache selbst an über die man redet Ist die Wichtig oder eher unwichtig? Je wichtiger um so weniger wird zugehört Um so weniger wird Rat angenommen. Im Prinzip möchte man nur darüber reden, um für sich selbst zu einer Entscheidung zu kommen Durch das reden. Es entlastet uns und gibt uns Raum Emotionen auszuleben. Das ist der wichtigste Aspekt am nach Rat fragen. Darüber sprechen zu können und dadurch alle Pro und Contra abzuwägen Die Diskussion die entsteht hilft Gedanken frei zu lassen und alles neu zu positionieren Danach und fünf weiteren Diskussionen wird dann eine Entscheidung getroffen. Oder auch nicht. Dann fällt das Leben die Entscheidung

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      • „Nur Dinge die du zum erstenmal hörst werden Zugang in dich finden, da du sie bewerten musst um sie zu nutzen oder nicht. (mir geht es genau darum)…
        Apropos: der Titel meines Beitages sagt auch auch schon viel aus ;-)

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    • Ich stimme Dir teilweise zu. Aber ich suche manchmal schon einen Rat. Ob es nun ein bestärken oder ein abraten ist. Der Rat eines vertrauten Menschen ist mir wichtig. Einfach um seine Perspektive zu hören. Manchmal hat mich der Blickwinkel eines Freundes in meiner Entscheidung beeinflusst. Auch Erfahrungen andere Menschen koennen weiterhelfen… aber klar treffen wir letztendlich unsere Wahl.

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  3. Liebe Tete,
    und wieder ist mir zu Deinem Text eine Anekdote mit einem ehemaligen Kollegen eingefallen: Der fragte nicht selten um Rat, um es dann aber so zu machen, wie er es sich sowieso schon vorab in den Kopf gesetzt hatte. Es war nervig, denn in vielen Fällen, war die Frage und Lösung doch recht komplex und es raubte Zeit und Energie, sich reinzudenken, um einen passenden und ernsthaften Ratschlag zu geben. Irgendwann hab‘ ich dazugelernt. Wenn er mich um Rat fragte, fragte ich, was er denn machen würde. Sofort kam seine Antwort, denn die stand ja schon immer fest, bevor er mich und andere gefragt hat. Ich bestätigte dann, wie toll diese Idee ist und dass ich es genauso machen würde – auch wenn das meist nicht der Wahrheit entsprach. :-) So habe ich mir viel Gedanken und Energie gespart, die für die Katz gewesen wären. :-)
    Herzliche Grüße
    Serap

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    • Danke Serap, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Und in vielen Fällen trifft genau das zu. Deshalb hast du absolut richtig reagiert. Aber manchmal brauche ich einen guten Rat von einem vertrauen Menschen. Ich möchte dann seine Ansicht hoeren, ob sie mich bestaerkt oder eher verunsichert… hm… auf jeden Fall bleibt sie ein Teil meiner Entscheidungsfindung. LG Tete

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