„Dolce far niente“

woman-1406353_640Die Menschen in Italien sind im „Dolce far niente“ Meister ihres Fachs.

Es ist das „süße Nichtstun“: Einfach mal in den Tag leben. Auch Du solltest einige deiner freien Tage mit Nichstun verbringen. Nur mit dir…

 

Dem Müßiggang Raum schaffen…deinen Kopf frei kriegen. Kauf dir ein Eis und schlendere damit durch die Gegend. Erfreue dich an den Dingen, die dir begegnen. Einfach nur mal Sein…ohne Wollen und Müssen. Meditiere auf der Straße. Der Corso in Italien ist die wichtigste Spaziermeile. Du spazierst vor und zurück – das war’s. Du begegnest den gleichen Menschen mindestens 20 Mal an einem Abend.

Andere wiederum sitzen auf Bänken oder auf „Haustreppen“ (nicht unbedingt den eigenen)….sie beobachten das Geschehen. Das können Italiener Stunden lang machen. Nur da sitzen und Nichtstun.

 

Zwischengedanke: Kinder wollen auch immer irgendwas.
Meiner Tochter gebe ich dann gerne zur Antwort: Der Herr „Ich Will“ ist in Urlaub. Der kann dich jetzt nicht hören ;-)…(manchmal hilft‘s). Probiere es aus.

 

Dieses Nichtstun verhilft dir zur Ruhe – selbst wenn es um dich herum „laut“ ist. Aber am intensivsten erlebe ich das in der Natur – alleine. Gehe einfach nur spazieren oder setz dich auf eine Bank. Beobachte!

Du musst auch nichts bewerten; lass einfach alles sein…lass‘ es zu. Lausche! Psst…Stille!

 

„Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden“ (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

 

Es gibt natürlich viele Menschen, die sofort ein Gefühl der Langeweile verspüren – vielleicht auch der Leere. Aber selbst wenn sich dieses Gefühl bei dir einstellt, dann versuche es mal auszuhalten.

Versuche diesem Wollen nicht so schnell nachzugeben.  Es ist deine Zeit, sie gehört nur dir alleine. Niemand kann sie dir wegnehmen. Lass dich nicht von deiner inneren „Hast“ knebeln. Der Verstand ist sehr gerne beschäftigt – die Stille mag er nicht so besonders.

Der Verstand ist wichtig für das Überleben – aber ohne deine Bewusstheit kann der Verstand nicht funktionieren.

Kurz vor dem Ende ihres ungewöhnlichen Lebens sagte Helen Keller (eine bemerkenswerte taubblinde Schriftstellerin): „Ich bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre“.

Nur durch deine Bewussheit können die Sinne erfahren werden.

Und an diesen Tagen des Nichtstun bist du in dieser Bewusstheit. Im Dolce far niente…und dein Verstand, deine Gedanken dürfen einfach mal ruhen.

„Sono in Vacanza…“ – ich bin im Urlaub…

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “„Dolce far niente“

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